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Von Anette Brecht-Fischer 

In der kalten Jahreszeit sind viele erkältet und heiser. Da gilt es insbesondere die Stimme zu schonen. Denn sonst drohen chronische Entzündungen, wie Fachärzte warnen.

Bei Erkältungen lohnt es sich, eine Auszeit zu nehmen und den Körper zu schonen, auch die Stimme. Foto: dpa

Frankfurt - Wer mit einer Erkältung kämpft, sollte sich in Stille üben: Denn bei Husten und Schnupfen leiden nicht nur die Atemwege, auch die Stimme wird rau, brüchig und heiser. Dann gilt es, nur zu sprechen, wenn es wirklich nötig ist, empfiehlt Sabine Falkner, Leiterin der Berufsfachschule für Logopädie an der Hochschule Fresenius in Frankfurt am Main. „Wer nämlich der Stimme keine Ruhe gönnt, erhöht die Gefahr chronischer Entzündungen.“

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Denn eine Erkältung, die in den allermeisten Fällen durch Viren verursacht wird, kann auch zu einer Kehlkopfentzündung, führen, medizinisch Laryngitis genannt. Die Erreger haben dann die Schleimhaut des Kehlkopfes befallen und verursachen heftige Symptome: „Die Stimme ist heiser. Jedes Sprechen tut weh. Man fühlt sich abgeschlagen, und manchmal kommt noch Fieber hinzu. Häufig wird das Ganze von Schluckbeschwerden und Schnupfen begleitet“, sagt Sophie Flandin, Fachärztin für Hals-, Nasen-, Ohreninfektionen an der Uniklinik Würzburg.

Eine erkältungsbedingte Laryngitis heilt meist von alleine ab

Heizungsluft, die die Schleimhäute austrocknet, verschlimmert die Symptome noch zusätzlich. Die Stimmlippen, die sich in der Mitte des Kehlkopfs befinden, schwingen dann nicht auf dem normalen Niveau. Die Folge: Die Stimme klingt heiser und tiefer als gewohnt. Eine erkältungsbedingte Laryngitis heilt meist von alleine ab. „Antibiotika braucht man selten. Sie sind nur bei einer nachgewiesenen bakteriellen Infektion sinnvoll“, sagt Sophie Flandin. In manchen Fällen wird eine Kehlkopfentzündung aber auch durch eine Reizung ausgelöst: etwa aufgrund von lautem Reden oder Schreien, trockener Luft, Zigarettenrauch oder dem Einatmen anderer Schadstoffe.

Kein Wunder also, dass Ärzte zur Erholung Ruhe empfehlen. Doch das Umschalten in den Modus der Stimmruhe, wie die Experten das Schweigen nennen, in das Patienten zwecks der Erholung verfallen sollen, fällt vielen schwer. Doch die HNO-Ärztin Flandin ist da konsequent: Es gebe ja durchaus andere Methoden, innerhalb der Familie oder zwischen Freunden zu kommunizieren. – etwa per Smartphone mithilfe von Messenger-Services. „Man bleibt in seinem Zimmer, macht die Tür zu und kann seine Nachrichten ins Handy tippen“, sagt Flandin.

Am besten Salzwasser zu inhalieren und Tee trinken

Wichtig ist, die Schleimhäute im Rachen und Kehlkopf stets feucht zu halten. Daher empfiehlt Flandin Patienten, Salzwasser zu inhalieren und Tee zu trinken, am besten Thymian- oder Salbeitee. „Kamille ist nicht angeraten. Das trocknet die Schleimhäute aus.“ Schmerzmittel sind ebenfalls erlaubt, um das Kratzen und Brennen im Rachenraum zu mildern. Dauert die Heiserkeit länger als drei Wochen an, sollte die Ursache unbedingt von einem HNO-Arzt abgeklärt werden, rät die Würzburger Expertin.

Doch auch schon zur Vorbeugung gibt es viele Möglichkeiten, um pfleglich mit seiner Stimme umzugehen und Stimmstörungen zu vermeiden, wie die Logopädin Falkner erklärt. Das fängt mit der Vermeidung eigentlich ganz gewöhnlicher Verhaltensweisen an: „Flüstern ist zum Beispiel ganz schlecht“, sagt die Expertin. „Beides belastet den Stimmapparat ungemein.“ Denn im Gegensatz zum normalen Sprechen entsteht beim Flüstern kein Ton. Stattdessen reibt die nach oben strömende Luft nur an den dabei extrem gespannten Stimmlippen vorbei, wobei lediglich ein Geräusch entsteht. Viel besser ist es, mit leiser, unangestrengter Stimme zu sprechen.

Häufiges Räuspern schadet den Stimmbändern

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Auch das Räuspern schadet mehr, als mancher meint, so Falkner. Denn das Räuspern ist meist ein unbewusster Reflex, um Fremdkörper oder Schleim aus der Luftröhre nach draußen zu befördern. Dabei sind die Stimmlippen geschlossen und werden durch einen starken Luftstrom aus der Lunge abrupt auseinandergepresst. Anschließend prallen sie wieder aneinander. Diese heftigen Bewegungen können Mikroverletzungen an den Stimmlippen verursachen. Im schlimmsten Fall entstehen nach längerer Zeit des häufigen Räusperns sogar Knötchen an den Stimmbändern.

Weitaus empfehlenswerter sei da ein kräftiger Hustenstoß oder ein Klopfen auf die Brust bei gleichzeitigem Summen, so Sabine Falkner. Außerdem gefährden größere Mengen an hochprozentigem Alkohol, scharfe Gewürze, zu kalte oder zu heiße Getränke und das Rauchen die Stimme.

Gut sind dagegen alle Maßnahmen, die die Schleimhäute in Nase, Rachen und Kehlkopf feucht halten: „Viel und regelmäßig trinken ist unabdingbar, vor allem Wasser und Kräutertees“, meint die Logopädin. „Außerdem sollten wir für günstige Luft- und Temperaturverhältnisse sorgen und mehrfach am Tag stoßlüften.“ Das wird gerade im Büro oft vergessen. Dabei wird obendrein auch die eigentliche Ursache von Kehlkopfentzündungen abgewehrt: nämlich die Erkältungsviren.